{Rezension:} And I darken – Kiersten White

Titel: And I Darken
Reihe: The Conqueror’s Trilogy, #1
Autor: Kiersten White
Genre: Jugendbuch | Historischer Roman
Format: Taschenbuch
Seiten: 496
Verlag: Corgi Childrens
Kaufen: Amazon* | Thalia
Verfügbarkeit: Taschenbuch* | Ebook/Kindle* | Hardcover* | Hörbuch*
Veröffentlicht: 7. Juli 2016
Bewertung: 5 Sterne

Dieses Buch ist bisher nur auf Englisch erschienen, daher ist auch die Inhaltsangabe auf Englisch. Die Rezension selbst allerdings auf Deutsch.

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Inhalt:

No one expects a princess to be brutal. And Lada Dragwyla likes it that way.

Ever since she and her brother were abandoned by their father to be raised in the Ottoman sultan’s courts, Lada has known that ruthlessness is the key to survival. For the lineage that makes her and her brother special also makes them targets.

Lada hones her skills as a warrior as she nurtures plans to wreak revenge on the empire that holds her captive. Then she and Radu meet the sultan’s son, Mehmed, and everything changes. Now Mehmed unwittingly stands between Lada and Radu as they transform from siblings to rivals, and the ties of love and loyalty that bind them together are stretched to breaking point.

The first of an epic new trilogy starring the ultimate anti-princess who does not have a gentle heart. Lada knows how to wield a sword, and she’ll stop at nothing to keep herself and her brother alive.

Meine Meinung:

Dieses Buch basiert auf der historischen Person Vlad der Pfäler (Vlad III. Drăculea), welcher Ende bis Mitte des 15. Jahrhunderts Wowoide des Fürstentums Wallachai – ein Teil des heutigen Rumäniens – war. Jedoch ist in diesem Buch Vlad ein Mädchen Namens Lada. Ich habe bereits einige historische Romane über Vlad Drăculea gelesen, umso gespannter war ich auf dieses Buch mit einem weiblichen Vlad.

Bei diesem Buch muss man sagen, dass die Autorin sich generell an die groben Fakten rund um Vlads Leben und die Geschichte gehalten hat, aber sie hat auch viele weitere Charaktere geschaffen und Lücken zu ihrem eigenen Belieben gefüllt, aber genau dieser Mix aus Fakten und Fiktion gefallen mir so gut. Fakt ist aber, dass diese Geschichte zum Großteil am Hof von Sultan Murad II im Osmanischen Reich (heutige Türkei), wo die Brüder Lada (bzw. Vlad) und Radu als Geiseln gehalten worden, spielt.

Lada als unsere Protagonistin war einfach nur wunderbar. Sie ist ein wirklich toller Charakter und anders als die Protagonistinnen, die man sonst in (Jugend)Büchern so findet. Sie ist nicht die hübsche aber tollpatschige kleine Prinzessin, die davon träumt von einem Prinzen gerettet zu werden. Nein, Lada ist teilweise wirklich bösartig und nicht gerade von der klassischen Schönheit gesprägt. Aber Prinzen und gutes Aussehen interessieren sie ohnehin nicht wirklich, denn sie hat vie mehr Interesse an Waffen und Kampfkunst als an Puppen oder den Dingen, welche Mädechen und jungen Frauen im 15. Jahrhundert erlernen sollten  – nähen, kochen und ein gutes Weib werden. Lada ist sich durchaus über den Stand der Frau in der Gesellschaft bewusst und wehrt sich dagegen. Sie weiß, dass sie zu so viel mehr fähig ist, als die Frau irgendeines Mannes zu werden und ihm zahlreiche Kinder zu schenken. Viel Schwäche bekommen wir von ihr nicht zusehen. Das einzige, was sie zu liebt ist ihr guter Freund Bogdan, ihr Land die Wallachai und ihren kleinen Bruder Radu – auch wenn es oft nicht so scheint.

“This is Wallachia, and I am the daughter of Wallachia. Our father is the prince of Wallachia. This is my country.”

Circa in der Mitte des Buches, gerät die Liebe für ihr Heimatland etwas aus dem Fokus, aber dennoch vergisst sie nie, woher sie kommt.

“Not Dragwlya,” she said “Lada Dracul. I am no longer the daughter of the dragon.” She lifted her chin, sights set on the horizon. “I am the dragon.”

Lada ist wirklich eine tolle und starke Protagonistin, die sich von niemanden etwas sagen lässt und alles macht, um ihr Land zu retten.

Radu, Ladas kleinere Bruder, ist das ganze Gegenteil von ihr. Sowohl im Buch als auch historisch wird er als Radu der Schöne beschrieben und zog mit dieser Schönheit nicht nur das Interesse der Frauen auf sich. Er ist auch ein sehr ängstliches und weinerliches Kind, weshalb sein Vater ihn verabscheut. Die erste Zeit am Hofe Murads ist sehr hart für ihn, allerdingst stärkt das Heimweh die Verbindung zu seiner Schwester Lada, die jetzt die einzige Bezugsperson ist, die er hat. Bald jedoch befreundet er sich mit Murads Sohn Mehmet und es entsteht eine wundervolle Verbindung zwischen den beiden. Auch versiegt das Heimweh nach der Wallachai mehr und mehr und Radu findet Zufriedenheit im Islam und im Osmanischen Reich, welches er später als seine Heimat ansieht.

Historisch gesehen wird Mehmed II als genauso brutal beschrieben wie Vlad, aber in diesem Buch war er ein wirklich toller Charakter. Vermutlich werde ich meine Meinung darüber noch änder, aber so wie Kiersten White den jungen Mehmet beschrieben hat, musste man ihn einfach mögen. Die Freundschaft zu Radu (und Lada) bedeutet ihm alles und die Autorisch schafft es auch diese wundervoll zu beschreiben und nimmt uns so auf eine wundervolle Reise mit. Ich bin sehr gespannt, wie es mit unserem Drachen Lada weitergeht, wie Lada Handlungen die Verbindung zu Radu und Mehmet ändern wird und alles was noch auf uns im 2. Teil der Reihe – Now I Rise –zukommen wird.

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